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von Agentur inpuncto Werbung
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Infektionskette zu durchbrechen hat höchste Priorität

Kreis Plön erklärt strenge Quarantänemaßnahmen für Schüler und deren Familien

Am Montag 9.11.2020 wurde das Gesundheitsamt Plön vom Kieler Gesundheitsamt darüber informiert, dass in einem Kieler Gymnasium bei insgesamt 4 Schülern das Coronavirus nachgewiesen wurde und drei Klassen betroffen seien. In einer Klasse mit einem Fall konnte das Geschehen eingegrenzt werden und begrenzte Maßnahmen verordnet werden. Bei den anderen beiden Klassen war bei erheblicher Durchmischung der Schülerinnen und Schüler keine Begrenzung mehr möglich. Das Gesundheitsamt Kiel stufte deshalb die Schüler der beiden Klassen als enge Kontaktpersonen ein. Von diesen sind 27 im Kreis Plön ansässig, sodass dem Gesundheitsamt Plön die Kontakte übermittelt wurden, um entsprechende Maßnahmen anzuordnen, denn die Zuständigkeit liegt bei dem Gesundheitsamt des Wohnortes.

Die Ermittlung ergab, dass in den beiden betroffenen Klassen insgesamt drei positive Kinder mindestens zwischen dem 2.11. und 5.11. auf dem Höhepunkt der Virusausscheidung im Unterricht anwesend waren. Dies bedeutet, dass die übrigen Schüler*innen über mindestens vier Tage einer erheblichen Infektionsgefahr ausgesetzt waren. Vor diesem Hintergrund ist anzunehmen, dass sich weitere Schüler bereits infiziert hatten und daraufhin das Virus unbemerkt weitergeben, bevor sich bei ihnen Symptome zeigen (können). Es bestand deshalb der begründete Verdacht, dass die Infektion bereits weitere Mitglieder betroffener Familien erreicht haben könnte. Damit ist ein klares Szenario gegeben, dass ein Ausbruch wahrscheinlich sein kann.

Nach dieser Analyse wurde vom Gesundheitsamt Plön für die betroffenen Schüler*innen des Kreises und deren Familien eine Quarantäne über 14 Tage seit dem letzten möglichen wirksamen Kontakt zu den Ansteckenden verhängt. „In Anbetracht der Tatsache, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler derart lange den ansteckenden Mitschülern ausgesetzt waren, ist das gewählte Vorgehen fachlich dringend geboten, um einem größeren Ausbruch zuvor zu kommen“, betont der Leiter des Plöner Gesundheitsamtes, Privatdozent Dr. Josef Weigl. Für besondere Härtefälle wurden mit den Betroffenen bereits Lösungen erarbeitet.

„Unser Bemühen ist, die Kreisbevölkerung möglichst von derart harten Maßnahmen zu verschonen. Um aber das Pandemiegeschehen im Zaum zu halten, sind bisweilen schmerzhafte Maßnahmen notwendig“, so Landrätin Stephanie Ladwig. „Wir hoffen, durch dieses konsequente und vorausschauende Vorgehen die Infektionszahlen im Kreisgebiet so niedrig wie möglich halten zu können.“

Presseinfo Kreis Plön

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