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Jubiläum - 30 Jahre Seenbeobachtungsprogramm auch am Selenter See

30 Jahre läuft in diesem Jahre bereits das Seenbeobachtungsprogramm in Schleswig-Holstein. So werden unter anderem 45 Seen im Kreis Plön dafür durch wöchentliche Sichttiefenmessungen (Wassertrübung) und verschiedene Beprobungen an 60 Meßstellen ganzjährig untersucht und überwacht. Dazu gehören auch die beiden größten Seen Schleswig-Holsteins, der Große-Plöner-See und der Selenter-See.

Die besagten regelmäßigen Sichttiefenmessungen werden überwiegend von ehrenamtlichen Meßstellenbetreuern durchgeführt. Ziel ist es: – die beobachteten Seen als Individuen in ihrer Eigenart zu beschreiben und zeitliche Veränderungen der einzelnen Gewässern festzustellen, – Entwicklungstendenzen der Seen (stabil/sich verbessernd/sich verschlechternd) herauszuarbeiten und zufällige Einflüsse von allgemeinen Trends zu unterscheiden, – Seen miteinander zu vergleichen, – mögliche Belastungen durch Stoffeinträge aus dem Einzugsgebiet und Schutzmaßnahmen aufzuzeigen, – mögliche Auswirkungen von extremen Witterungsereignissen (Dürre, Extremniederschläge) in der Vergangenheit nachzuvollziehen und zukünftige Konsequenzen vorherzusagen (Auswirkungen des Klimawandels auf die Seen).

Am Selenter-See macht Christoph Keller aus Neuhaus seit nun mehr als 30 Jahren diese regelmäßigen Sichttiefenmessungen. Dafür fährt er mit seinem Boot und einer weißen Scheibe, der sogenannten Secchi-Scheibe, an verschiedene Stellen, die vorher festgelegten Meßpunkte im Selenter-See. Dort wird dann die Scheibe vom Boot aus abgesenkt, und so die Sichttiefe festgestellt und protokolliert.

Ins Leben gerufen wurde dieses Seenbeobachtungsprogramm durch die Mitarbeiterin im Amt für Umwelt des Kreises Plön, Frau Dr. Reck-Mieth. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch Herrn Professor Winfried Lampert vom Max-Planck-Institut für Limnologie, d.h. Binnenwasserkunde, in Plön. Für eine Bearbeitung und Auswertung stehen inzwischen mehr als 40.000 Sichttiefen von 30 Seen in einer Datenbank zur Verfügung, ergänzt durch die Wasseranalysen von 45 Seen. Die erhobenen Daten stehen damit allen Interessierten quasi als „Umweltgedächnis“ für weitere Forschungen zur Verfügung.

In den Weltmeeren entstehen mitunter große Algenteppiche, die sogar aus der Luft gut zu sehen sind. Das ist in unseren Seen ganz ähnlich. Insbesondere kleinere Seen mit einer geringen Tiefe, leiden oftmals unter diesem Anstieg der Algenpopulation. Der Sauerstoff im Wasser wird dann viel mehr verbraucht und man spricht dann von einer Eutrophierung des Sees. Wegen des Sauerstoffmangels im Wasser kommt es mitunter sogar zum Fischsterben.

Große Seen, wie der Plöner-See oder auch der Selenter-See, haben dagegen durch ihre höhere Wassertiefe eine bessere Durchmischung der verschiedenen Wasserschichten.

Die Wassertrübung schwankt jedoch im Jahresverlauf. Das wird hervorgerufen durch das sogenannte Phytoplankton. Dieses Plankton besteht vor allem aus Kieselalgen, Grünalgen, Goldalgen und anderen Algen, sowie Dinoflagellaten und Cyanobakterien (traditionell auch „Blaualgen“ genannt). Je mehr Phytoplankton in einem See vorhanden ist, desto geringer ist dann auch die Sichttiefe.

Phytoplankton wird dann wiedrum aufgefressen vom Zooplankton und vielen Tieren, die am Boden der Binnengewässer und Seen leben. Eine ganz bemerkenswerte und direkte Nahrungskette entsteht dadurch: Phytoplankton → Zooplankton → kleine Fische.

Die Sichttiefe in den beobachteten Seen wird erst wieder deutlich besser, wenn diese Kleintiere den See ‚abgrasen‘, also den See wieder sauber fressen. Dadurch nimmt die Sichttiefe im See dann wieder zu. Wenn das Zooplankton dann groß genug ist, wird dieses wiederum von der Fischbrut oder von kleineren Fischen gefressen.

Weltweit gesehen ist das Phytoplankton übrigens für die Produktion eines Großteils des Sauerstoffs in der Atmosphäre verantwortlich – nach verschiedenen Schätzungen beträgt der vom Phytoplankton produzierte Anteil etwa die Hälfte, möglicherweise sogar 70 bis 80 Prozent. Vor allem durch ansteigende Meerestemperaturen ist jedoch die Menge des marinen Phytoplanktons seit 1950 weltweit bereits um 40% zurückgegangen.

Zukünftig wird eine digitale Version es ermöglichen, die aktiven Messstellenbetreuer auch interaktiv mit einzubinden, sodaß eine eigenständige Kontrolle des jeweiligen Gewässerzustandes möglich wird. Hintergrund-Wissen zu charakteristischen chemisch-physikalischen Vorgängen in den Gewässern wird dann in Form von Kurztexten abrufbar sein und somit zukünftig die Optionen KENNENLERNEN und LERNEN anbieten.

Thorolf Wellmer - Kreisobmann für Öffentlichkeitsarbeit in der KJS-Plön

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