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Wassergewöhnungskurs
DLRG Lütjenburg bietet ab Januar 2019 wieder Wassergewöhnungskurse an

Quelle: Meike & Uli Petersohn, DLRG Lütjenburg

Grundausbildung ist die Voraussetzung für einen sicheren Umgang mit dem Element Wasser. Wir beginnen mit der Wassergewöhnung: Ziel ist das Erfahren des Elements Wasser auf spielerische Weise. Die Kinder erleben den Wasserwiderstand, überwinden Ängste, schweben und gleiten, tauchen und springen. Hier werden die Grundvoraussetzungen für das Erlernen der ersten Schwimmart gelegt. Je vertrauter und selbstverständlicher die Kinder mit dem Wasser umgehen, desto schneller und sicherer lernen sie anschließend schwimmen. Das erste große Ziel dieses Kurses ist die Wassergewöhnung, das heißt die Angst vor dem nassen Element zu verlieren und Spaß im Wasser haben. Spielerisch wird der Umgang mit dem Element Wasser vermittelt. In einer kleinen Gruppe mit festen Ritualen und individueller Förderung kann jedes Kind in seinem eigenen Tempo die Grundzüge des Schwimmens erlernen. Es folgt dann das Erlernen des Gleitens, der Arm- und Beinbewegung des Brustschwimmens, die Atmung und ganz zuletzt die Koordination. Dabei geht es getreu dem Motto „Spaß haben im Wasser” nicht so tierisch ernst zu. Als wichtigen Bestandteil der Wassergewöhnung lernen die Kinder das Tauchen schon von der ersten Schwimmstunde an in kleinen Schritten kennen: Der Übungs- und Spielraum soll im Laufe des Anfängerkurses genau erkundet werden, dazu gehört auch der Bereich unter der Wasseroberfläche. Wir erarbeiten verschiedene Teilbereiche des Tauchens, damit die Kinder auf diese Weise wassersichere und wassergewandte Schwimmer werden. Das Ausatmen gegen den Wasserdruck wird in die Aufgabenstellungen einbezogen.- Ziel des Kurses ist natürlich das Abzeichen „Seepferdchen“. Die Länge des Kurses wird individuell auf das Kind abgestimmt, nicht jedes Kind lernt gleich schnell.

Der Wassergewöhnungskurs der DLRG Lütjenburg e. V beginnt am 16.01.2019 um 17.00 Uhr, Treffen 16.30 Uhr,  im PlönBad in Plön.

Der Eintritt in die DLRG Lütjenburg e.V. ist notwendig. Anmeldung ist möglich unter Tel. 04381-4805 oder bei  schwimmen@luetjenburg.dlrg.de

Im Detail:
In der Wassergewöhnung geht es um den Wasserspaß und die Lust an der Bewegung. Im vertrauten Element Wasser bei ca. 34 Grad können Sie die Entwicklung Ihres Kindes positiv beeinflussen. Wasser stimuliert die Sensorik und die Motorik Ihres Babys, es vermittelt neue Erfahrungen und schult die geistige Aufnahmefähigkeit Ihres Kindes. Erleben Sie, wie aufnahmebereit Kinder von Anfang an sind, welche Möglichkeit der spielerischen Förderung es gibt, ohne dass die Kinder überfordert werden.

Im Wasser: spielend sollen sich die Kinder an Nässe, Kälte, Druck, Widerstand, Glätte und die Auftriebskräfte des Wassers gewöhnen. Es folgen verschiedene Spiele, z. B. in Kreisform (Wasserstrudel,...), mit einem oder mehreren Partnern (Waschstraße,...), in unterschiedlichen Geh-, Lauf- oder Hüpfformen (Herr Fischer, Herr Fischer,...) oder mit verschiedenen Geräten (Schwimmnudeln, Brettern, Bällen,...). Leichteste Aufgabenstellungen, spielerische Formen und Freiwilligkeit sollen eventuelle Ängste abbauen. Anschließend üben die Kinder in Riegen erste Gleit- und Schwimmübungen.

Tauchen: Die Kinder nehmen einen ersten Kontakt mit Wasser im Gesicht auf, lernen das Öffnen der Augen unter Wasser (überwinden des Lidschutzreflexes), erlernen das kopfwärtige Tauchen (überwinden des Kopfstellreflexes). Spielerisch Übungsformen sollen die Kinder motivieren und Freude im Umgang mit Wasser vermitteln. Den Auftrieb kennen lernen: Das spezifische Gewicht des menschlichen Körpers ist im Wasser geringer als das des Wassers, insbesondere wenn die Lungen mit Luft gefüllt sind. Der Körper bleibt an der Oberfläche, ohne dass dafür Bewegung nötig ist. Je vollständiger der Körper eingetaucht ist, desto mehr Auftrieb erfährt er. Diese physikalischen Gesetzmäßigkeiten soll das Kind empfinden und erleben, indem es am eigenen Körper erfährt: „Das Wasser trägt mich ja!“ Es lernt den Auftrieb mit Gerätehilfe kennen, kommt von der Teilkörper- zur Ganzkörperschwebe und erhält so die notwendigen Grundlagen, um von den mehr statischen Aufgaben zum dynamischen Auftrieb (Gleiten) übergehen zu können.

Das Gleiten: Gleitübungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Wassergewöhnung und des Anfängerschwimmens. Gleiten ist ein wichtiger Beweis dafür, dass das Kind sich mit dem Element Wasser vertraut gemacht hat. Es ist eine unerlässliche Voraussetzung für das Erlernen der Schwimmtechniken, der Starts und Wenden sowie eine Grundlage für ausdauerndes Schwimmen.

Sprünge ins Wasser: Sprünge ins Lehrbecken im Rahmen der Wassergewöhnung dienen der Mutschulung. Lust und Freude am Springen sind die wichtigsten Übungsziele. Ängstliche Kinder beginnen zunächst aus dem Sitzen am Beckenrand mit Handhaltung ins Wasser zu Gleiten und tasten sich Schrittweise aus der tiefen Hocke bis zum Stand mit und ohne Hilfe an das Springen heran. Mutige Kinder sollen ohne Scheu bei jedem Sprung ins Lehrbecken in die tiefe Hocke gehen und den Körper untertauchen. Auf diese Weise sind die Sprünge (Schrittsprünge, Schlusssprünge, Sprünge mit Drehung, über ein Hindernis hinweg) gleichzeitig Tauchübungen und erhöhen die Wasservertrautheit.

Die Wassergewöhnung, zu der ich im Rahmen unserer Einheit verschiedene Übungen anbieten werde, ist wesentliche Voraussetzung für den Erwerb der einzelnen Schwimmtechniken. Auf dieser Grundlage erhalten die Kinder Wassersicherheit, Wassergewandtheit und bauen eventuelle Ängste ab. Die Kinder lernen zügiger, machen weniger Fehler, haben größere Erfolgserlebnisse und sind für den weiteren Schwimmunterricht motiviert.

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